Wie kann ich echte Freunde finden?

05. Aug 2022Fillandra 

Ein Weg zum Freunde finden

Dieser Blogbeitrag ist aus einer Leseranfrage entstanden. Wenn auch du Fragen hast, die du auf dem Blog von Fokus Coach beantwortet haben möchtest, nutze gern die Kontaktmöglichkeiten am Ende des Beitrags.

Kennst du das Gefühl, umgeben von Menschen zu sein und dich dennoch einsam zu fühlen?
Wenn man überlegen muss, mit wem man etwas, dass einen gerade bewegt, teilen könnte und merkt: da gibt es gerade niemanden, der greifen könnte was man empfindet.
Wir sind umgeben von so vielen Menschen. Durch die Arbeit, Erledigungen im Alltag und im Internet bekommen wir solch eine Vielfalt an Leuten zu sehen. Wie kann es da sein, dass man sich wie ein Alien unter allen von ihnen fühlt?

Freunde und Bekannte, was ist der Unterschied?

Jeder von uns hat ein eigenes Verständnis und Empfinden von Tiefe. Das liegt daran, dass wir uns in unserer Persönlichkeit und unserem Empfinden unterscheiden.
Wir haben unterschiedliche Lebenserfahrungen gesammelt und Herausforderungen gemeistert.
Außerdem fühlen sich manche von uns eher durch Gespräche mit anderen verbunden, während andere sich über Aktivitäten verbinden. Manche kommunizieren und empfangen Wertschätzung am liebsten mit Geschenken.

In meiner Welt ist Tiefe das, was echte Freundschaften von Bekanntschaften unterscheidet.
Diese Tiefe geht mit Wertschätzung, Dankbarkeit, ehrlichem Interesse und dem Bedürfnis zu unterstützen einher. In gewisser Weise ist es eine Form von Anziehung, die auf beiden Seiten beruht.
Es ist eine Form der Verbundenheit, welche die Freiheit ermöglicht sich beliebig zu ähneln oder zu unterscheiden, ohne dass daraus Konflikte entstehen.
Ob du das ähnlich oder anders siehst, hängt davon ab, wie du Freundschaft für dich definierst. Doch dazu kommen wir später.

Für manche entstehen echte Freundschaften über viele Jahre, verbunden durch unzählige gemeinsame Erlebnisse. Manche sind verbunden durch ein ähnliches traumatisches Erlebnis und wieder andere durch die Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft des anderen.

Was Freundschaften von Bekanntschaften noch unterscheidet, ist (sinnbildlich gesprochen) eine Tür in die verletzliche innere Welt.
Auch diese Unterscheidung ist schlussendlich individuell, doch pauschal kann man sagen: Trägst du eine Maske und/oder hast das Gefühl der andere trägt eine Maske vor dir, dann seid ihr Bekannte.
Auch Bekannte können wir lieben und sehr schätzen, doch irgendwie mag man sie nicht so nah an sich heran lassen oder kann sie nicht so ganz greifen.

Wo ist für dich persönlich der Unterschied zwischen Freunden und Bekannten?
Das ist eine Frage, über die man immer mal wieder nachdenken kann – und das lohnt sich.
Denn es kommt vor, dass zwei Menschen ihre Verbindung unterschiedlich betrachten. Für dich ist dein Gegenüber ein Bekannter, doch er/sie empfindet tiefe Freundschaft - oder anders herum.
Klarheit über die eben genannte Frage, hilft z.B. Missverständnisse oder Abhängigkeiten aus Schuld- und Pflichtgefühlen zu vermeiden.

Warum ist es so schwer echte Freunde zu finden?

Ich erinnere mich noch an die Zeit, wo ich mir diese Frage selbst gestellt habe. Mittlerweile ist mein Lernthema in diesem Lebensbereich ein anderes. (Man lernt ja nie aus.)

Lernthema ist ein gutes Stichwort, denn es erspart dir eine Menge Stress und Kummer, an diese Frage ergebnisorientiert heranzugehen, anstatt ein Problem darin zu sehen.
Echte Freundschaften sind ein tiefes Bedürfnis und hier etwas zu vermissen kann sehr überwältigend sein.

Bevor wir uns anschauen, was man tun kann, um echte Freunde zu finden, möchte ich anmerken, dass es manchmal auch einfach Zeit und Geduld braucht.
Niemand steckt wirklich drin, in dem was das Leben für einen vorgesehen hat. Oft ist es so, dass wir erst durchleben, was nicht funktioniert, bevor wir das Richtige finden.
Was gut so ist, denn so stehst du eines Tages vor deinen echten Freunden und eure Verbindung profitiert von all den Lernerfahrungen, die du mit anderen Menschen gemacht hast.

Was kann ich tun, um Freunde zu finden?

Finde heraus, was für dich echte Freunde sind.

Den Unterschied zwischen Freunden und Bekannten festzustellen, ist ein Teil dieser Reflexion. Beginnst du damit herauszufinden, was du dir eigentlich für Menschen in deinem Leben wünscht? Oder damit festzustellen, welche zwar gute Bekannte, nur eben doch keine echten Freunde sind?
Das hängt ganz davon ab, was für dich gerade aufschlussreicher ist.

Wer sind die Menschen in deinem Leben? Was kommunizieren sie dir, auch jenseits ihrer Worte? (Mit ihren Handlungen, Gesten, ihrer An- und Abwesenheit?)
Wie geht es dir, wenn du bei ihnen bist? Wie geht es dir, nachdem du Zeit mit ihnen verbracht hast?
Was gefällt dir und was fühlt sich falsch an?

Was für Menschen möchtest du bei dir haben? Was möchtest du mit ihnen erleben?
Finde heraus wonach du wirklich suchst.

Reflektiere dich selbst und sei dir selbst ein echter Freund.

Mal angenommen, du siehst echte Freunde (wie ich) als die Menschen, die man ganz nah an sich heranlassen mag.
Dann ist es hilfreich, sich selbst in der Welt auszukennen, in die man diese „VIPs“ (very important people) hineinlassen möchte.

Was macht deine Geschichte mit dir und wie hat sie dich geprägt?
Hast du zum Beispiel Herausforderungen zu vertrauen und gleichzeitig Angst allein zu sein?
Solche inneren Konflikte prägen die Begegnungen mit anderen Menschen.
Gerade wenn man sich seiner Bedürfnisse und Emotionen noch nicht so bewusst ist, bestimmen diese, welche Menschen man sich aussucht, an welchen man festhält und welche man wegschickt.
Ich persönlich habe die schönsten Begegnungen, seit ich gelernt habe Eigenverantwortung zu übernehmen und schließlich Menschen gefunden habe, die das gleiche für sich tun.

Eigenverantwortung übernehmen bedeutet dir selbst ein echter Freund zu sein.
Es bedeutet, dass du für dich selbst da bist. Dass du hinschaust, wo etwas im argen liegt und für dich einstehst. Und es bedeutet auch, dass du dir selbst Mut machst auf den schwierigen Wegen im Leben.

Glaubensmuster lösen

Glaubensmuster sind grob umschrieben unser Weltbild. Dieses Wort umschreibt die unbewusste, selbstverständliche Haltung zu den Dingen die uns begegnen und die wir erleben.
Sie geben dem individuellen Leben seine Form. Was großartig ist, wenn es sich um Glaubensmuster handelt, die einem dienen.
Und was ausbremsen, blockieren und Verzweiflung verursachen kann, wenn es sich um hinderliche Glaubensmuster handelt.

Alle Glaubensmuster haben positive Absichten, doch nicht alle funktionieren.
Mal angenommen, du hast als Kind gelernt, dass es gefährlich ist dich zu öffnen und anderen Menschen anzuvertrauen. Dann hast du heute möglicherweise Glaubensmuster, die dich still und unbemerkt davor beschützen wollen, während du dich auf der bewussten Ebene wunderst, warum du deine Leute nicht findest.

Um diese Glaubensmuster aufzudecken und zu lösen, kannst du zum Beispiel in die Selbstreflexion gehen (am besten schriftlich).
Oder du suchst dir einen Coach, um dein Thema zu spiegeln und an der Wurzel auszugraben.
Für ein kostenfreies Erstgespräch findest du meine Kontaktdaten und weitere Infos am Ende dieses Beitrages.

Wo kann ich echte Freunde finden?

Nun haben wir uns angeschaut, was echte Freunde eigentlich sind und wie sie sich von Bekannten unterscheiden. Und wir haben darüber gesprochen, wie du dir selbst, und damit auch für andere, ein wahrer Freund sein kannst.
Vielleicht kommt da noch die Frage auf "Wo kann ich diese Leute nun kennenlernen?"
Darauf gehe ich nur kurz ein, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass man seine Freunde buchstäblich überall finden kann. Vor allem auch da, wo man garnicht mit ihnen rechnet. Daher ist es das Wichtigste, diese Menschen zu erkennen und die Anziehung zu ihnen zulassen zu können.

Ein paar Inspirationen:

Nutze deine Selbstreflexion, um zu wissen, wo du Menschen antreffen könntest, die zu dir passen.

  • Wenn es dir wichtig ist, ein Hobby mit diesen Menschen zu teilen oder Abenteuer zu erleben, dann gehe an Orte, wo diese Dinge stattfinden.
  • Bist du auf der Suche nach Persönlichkeit und gemeinsamen Gesprächsthemen, frage dich, wo sich hierfür die passenden Menschen aufhalten.
  • Begebe dich in neue Situationen, an neue Orte, probiere neue Hobbies aus. Wenn du eh schon offen bist, weil du in einer ungewohnten Umgebung bist, kann es sein, dass du potentielle neue Freunde besser wahrnehmen kannst.
  • Die Online-Welt ist zwar voller Möglichkeiten, doch hier fallen viele entscheidende Faktoren weg. Begegnest du neuen Menschen von Angesicht zu Angesicht, hast du viel mehr Eindrücke von dem Wesen deines Gegenübers (Körperhaltung, Stimme, Bewegungen, etc.). Und auch die natürliche Art zu sprechen, ist viel aufschlussreicher als ein Chat-Verlauf.
  • Trau dich Menschen anzusprechen. Mache ihnen ein Kompliment für etwas dass dir wirklich, wirklich gefällt. Oder bitte sie um Hilfe für eine Sache, in der du wirklich Hilfe brauchst. Wir fühlen uns Menschen verbunden, denen wir weiterhelfen können.

Fazit

Wir begegnen Menschen, um gemeinsam das Leben zu erfahren. Echte Freundschaften sind dazu da, um gemeinsam echte Menschen zu sein.
Alles andere ist sowas wie eine Zweckgemeinschaft, in der man sich Leute aussucht, um sich z.B. nicht einsam zu fühlen, die eigene Meinung bestätigt zu bekommen, oder um seine unverarbeiteten Gefühle abzuladen.
Eine echte Freundschaft ist nicht „um zu“… Sie ist etwas rohes und wildes, wo man nicht immer zu hören bekommt, was man hören will und wo auch nicht immer alles glatt läuft. Man lernt gemeinsam.
Wahre Freunde kann man weder planen, in Schubladen stecken, noch im eigenen Leben festnageln. Diese tiefe Verbindung ist etwas kostbares, das von beiden Seiten bewusst und aktiv geschätzt und erhalten wird. Dafür ist ehrliche Kommunikation besonders wichtig, weshalb es hier zu diesem Thema in Zukunft noch viele Beiträge geben wird.

Kaum etwas bewegt unser Leben so sehr wie andere Menschen. Familie, Freunde, Kollegen,... was sie tun oder nicht tun, was sie sagen oder nicht sagen. Wir wollen verstehen, warum sie diese Wirkung auf uns haben und was unsere Emotionen eigentlich zu bedeuten haben.
Fühle dich herzlich eingeladen, mit deinen Fragen und Anliegen auf mich zuzukommen. Dafür bin ich dein Coach.


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