Was ist eigentlich Resilienz?

09. Sep 2022Fillandra 

Das Wort Resilienz begegnet uns aus verschiedenen Anlässen. Beispielsweise in der Kindererziehung oder im Sport, aber auch in der Unternehmensführung, bei Gesundheitsfragen oder anderen Themen.

Im Wörterbuch wird Resilienz als psychische Widerstandsfähigkeit beschrieben, bzw. als die Fähigkeit Herausforderungen im Leben ohne anhaltende Beeinträchtigung zu bewältigen.

Es ist also eine innere Stärke, ein gewisses Selbstvertrauen. Man ist bereit einer Situation aktiv zu begegnen und auf Unvorhersehbares zuzugehen. Man ist dazu in der Lage realistisch zu beurteilen und ist dabei dennoch optimistisch gestimmt.

Wer braucht mehr Resilienz und wer hat sie?

Stell dir zwei Bäume vor. Der eine wächst im Windschatten eines Hauses, während der zweite direkt daneben von klein auf Wind gewöhnt ist. Nun wird das Haus entfernt.
Der Baum der sich bisher nie gegen Wind behaupten musste, verliert nun bei Sturm Äste und fällt im Extremfall vielleicht sogar um, während der andere vergleichsweise unbeeindruckt da steht.
Das bedeutet, dass ein Baum, der von klein auf Sturm gewöhnt ist, mehr Resilienz hat.

Bei uns Menschen ist das ähnlich. Unsere Vergangenheit spielt eine entscheidende Rolle darin, wie wir heute Herausforderungen begegnen.
Die Frage ist, wie uns damals der Umgang mit Krisen vorgelebt wurde und wie wir emotional bei der Bewältigung unserer Herausforderungen begleitet und unterstützt wurden.
Letztlich ist es eine Mischung aus Veranlagung und der heutigen Einstellung. Wer also widerstandsfähiger sein möchte, kann dafür bewusst und aktiv etwas tun.

Wer davon profitiert, seine Resilienz zu stärken? Ganz einfach: Wenn du das Bedürfnis hast auf dieser Ebene etwas für dich zu tun, dann wirst du Wege finden können, die für dich gut funktioniert.
Doch bevor ich dir gleich ein paar Inspirationen dazu gebe, noch ein wichtiger Punkt:

Resilienz Irrtümer

Nur weil jemand unbeeindruckt und taff wirkt, heißt das nicht dass dieser Mensch besonders resilient ist.
Denn die Frage ist, wie man Stress und Herausforderungen bewältigt und ob dieser Umgang ungesunde Konsequenzen hat.
Übermäßiger Alkoholkonsum, zu viel Junk Food oder exzessiver Medien Konsum, sind beispielsweise keine gesunden und nachhaltigen Bewältigungsstrategien.
Auf der mentalen Ebene kann ein taffes Auftreten auch auf eine selbstvernichtende Gedankenwelt basieren. Vernichtende Selbstkritik macht hart, ist aber weder gesund noch langfristig erfolgreich und hat somit nichts mit Resilienz zu tun.

Außerdem verlangt Resilienz auch nicht, dass man emotional unbeeindruckt bleibt.
Im Gegenteil. Emotionale Reaktionen sind menschlich und es geht hier vielmehr darum, lösungsorientiert damit umzugehen.
Lebensphasen mit viel Stress, wie zum Beispiel eine anstehende Prüfung oder die Bewältigung einer Trennung, verschieben die Prioritäten.
Erlebt man gerade eine Krise, wäre es unmenschlich zu erwarten, dass alles so weiter funktioniert, als wäre nichts.
Wichtig ist hier gesunde Prioritäten zu setzen, Bedürfnisse zu kommunizieren und gut für sich zu sorgen.

Wie kann man seine Resilienz stärken?

Der wichtigste Punkt ist zunächst für Balance in allen Lebensbereichen zu sorgen.
Denn ist man schlicht ausgebrannt, oder hat körperliche Bedürfnisse, wie ausreichende Ernährung oder Schlaf, dann hat das oberste Priorität.
Sind die Grundbedürfnisse erst einmal versorgt, steigt die Widerstandsfähigkeit schon von allein.

Als nächstes kommt körperliche Bewegung, am besten an der frischen Luft.
Schon kleine, regelmäßige Spaziergange geben so viel.
Wer eine Liebe für‘s Wandern oder längere Fahrrad Touren entwickelt, wird feststellen, dass dies nicht nur dem Körper, sondern auch dem Geist sehr gut tut.

Es sind die bewusst gewählten Herausforderungen, die die Resilienz trainieren. Ein gutes Beispiel ist die Arbeit von Wim Hof. Hast du schon mal von ihm gehört?
Seine wissenschaftlich belegte Methode besteht aus einer Atemtechnik und Eisbaden / kalt Duschen.
Vor allem auf YouTube ist viel von ihm zu finden, wo er seine Methode in einer Tiefe erklärt, die mir hier heute nicht möglich ist. Schau ihn dir doch einfach mal an.

Der nächste Tipp ist eher mental sportlich: Tagebuch schreiben. Und damit meine ich nicht das Dokumentieren von Tagesabläufen und Ereignissen.
Vielmehr meine ich schriftliche Selbstreflexion. Das Ergründen von Fragen wie:
Was ist da eigentlich passiert?
Was denke ich darüber und ist das wirklich wahr?
Was fühle ich da eigentlich?
Was wünsche ich mir wirklich?

Diese Art zu Schreiben, hilft Erlebtes zu „verdauen“ und tiefer zu verstehen. Auch das fördert die Resilienz.

Das waren nun eine Handvoll Inspirationen und hoffentlich eine Anregung kreativ zu werden, denn es gibt viele weitere Möglichkeiten.

Wie der Leitsatz von Fokus Coach sagt: Dein Fokus macht den Unterschied.

Es ist der lösungsorientierte Fokus, das nachhaltige Denken und die gesunde, liebevolle Ausrichtung, die helfen die eigene Resilienz zu stärken und Herausforderungen zu meistern.

Bei Fragen, melde dich gern.


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