Du & Dein Umfeld Teil 3

29. Jul 2022Fillandra 

Hier kommt alles zusammen

Ist es nicht erstaunlich, was eines schönes Umfeld ausmacht?
Vielleicht hast du ja auch schon mal die Erfahrung gemacht, wie es ist auf einer Baustelle zu leben oder zu arbeiten und festgestellt: das ist anstrengend.

Jeder hat seine eigenen Ansprüche an sein Umfeld. Manche können sich fast überall wohlfühlen und ihren Fokus auf Anstehendes ausrichten. Andere brauchen für bestimmte Vorhaben ein bestimmtes Umfeld.

In den letzten beiden Blogposts haben wir uns den Einfluss der Menschen und der Dinge in unserem Umfeld angesehen. Nun schauen wir da hin, wo alles zusammen findet: die Orte.

Was sind Orte?

Es ist ein Platz, an dem man sich aufhält. Im kleineren Sinne kann ein Ort ein Schreibtisch (Arbeitsplatz) oder ein Zimmer sein, ein Lieblingsplatz in der Natur oder Stadt. Im weitergefassten Sinne ist es der Wohnort oder gar das Land.
Je größer wir den Kreis ziehen, um so unpersönlicher und abstrakter empfinden wir das, was wir unser Umfeld nennen.

Folgende Aspekte beeinflussen wie wir diese Orte erleben:

Bedürfnisse

Als wir uns letzte Woche die Dinge angesehen haben, habe ich von emotionalen und praktischen Bedürfnissen gesprochen.
In gewisser Weise trifft das auch auf die Orte zu, nicht zuletzt weil sie mit diesen Dingen gefüllt sind.

Orte, die unsere Ansprüche an Ästhetik, Sicherheit, Sauberkeit, etc. erfüllen, tun uns gut.
Hier können wir uns entfalten und unseren Vorhaben nachgehen.
Fühlen wir uns jedoch unwohl, sind ständig angespannt oder ungesunden Reizen ausgesetzt, haben wir unnötigen Stress und werden ausgebremst.

Potential

Jeder Mensch kann in seinem Leben verschiedene Bereiche identifizieren, die wiederum mit gewissen Bedürfnissen einhergehen.
Eine mögliche Einteilung wären die Bereiche: Beruf/Berufung, Beziehungen, Gesundheit, Freizeit und Fortbildung.
Um deine Lebensbereiche zu identifizieren, kannst du dir die erfüllten und unerfüllten Bedürfnisse in deinem Leben anschauen und in Bereiche zusammen fassen.
Ich würde finanzielle Absicherung beispielsweise meiner Berufung zuordnen, während manche daraus sogar einen eigenen Bereich machen würden. Manche würden den Bereich Glauben/Spiritualität in ihrem Leben finden.

Wenn du deine Bereiche kennst, schau welche Orte zu diesen Bereichen gehören.
Entspricht dein Arbeitsplatz deinem Bedürfnis deinen Beruf zu leben?
Dient die Wohnung deiner Gesundheit?
Kannst du all deine Lebensbereiche in deinem Wohnort ausleben?

Ein Wohnort, der zum Beispiel allein an den Beruf gebunden ist, wo man keine erfüllenden sozialen Kontakte knüpft und keine erfüllende Freizeit erlebt, kann dich auf lange Sicht nicht glücklich machen.
Nun bin ich allerdings kein Freund von überstürztem Handeln und schaue lieber hinter das Offensichtliche.
Manchmal verzichten wir in unserem Leben für eine Zeit auf das Bestmögliche und machen dafür in einem unserer Lebensbereiche besonders wichtige Erfahrungen.


Persönlicher Einfluss

Je mehr wir von uns in einen Ort investieren, um so mehr identifizieren wir uns damit.
Eine Stadt, von der wir viele Ecken kennen, wo wir die unterschiedlichsten Dinge erlebt haben, würden wir viel eher „meine Stadt“ nennen, als eine die wir nur kurz besucht haben.
Das Gleiche gilt für unser Haus bzw. unsere Wohnung. Eine Meldeadresse macht kein Zuhause.
Stell dir einen Menschen vor, der kaum mitbestimmen kann was zuhause passiert. Zum Beispiel weil der Partner oder die Partnerin die Hosen anhat, oder weil er die meiste Zeit im Jahr auf Reisen ist. Dieser Mensch hat fast eher das Gefühl nur zu Besuch zu sein.

Es ist bei jedem unterschiedlich ausgeprägt, doch wir wollen uns an wichtigen Orten einbringen und verbinden, oder wenigstens identifizieren können.

Vergangenheit

Anders ist das, wenn wir ein vergangenes Ich, bzw. vergangene Erfahrungen mit einem Ort verbinden, die wir lieber hinter uns lassen würden.
Während man sich zuhause fühlt, wenn man umgeben ist von schönen Verknüpfungen, erzeugen schmerzhafte Erinnerungen ein Umfeld aus Enge und Stress.
Handelt es sich um konkrete Dinge, die einen beispielsweise an eine geendete Beziehung oder Freundschaft erinnern, kann man diese Auslöser als Hinweis nutzen und die Erfahrung verarbeiten.
Manchmal ist es jedoch schlicht das Gefühl über den Ort hinaus gewachsen zu sein.

Hat man das Gefühl vor etwas zu flüchten, lohnt es sich herauszufinden wovor man flüchtet.
Spürt man jedoch ein Zug nach vorne, werden sich die Gelegenheiten auftun, dem nachzugehen. Halte Ausschau.

Fazit

Der Ort ist der Rahmen von deinem Umfeld und bestimmt, welche Menschen und Dinge dir hier begegnen.
Er ist voller Potential oder Begrenzung, je nach dem welche Erwartungen und Bedürfnisse du mitbringst.
Je besser man sich mit einem Ort identifizieren kann, um so eher ist man bereit zu dessen Entwicklung beizutragen.
Gibt es schmerzhafte Verknüpfungen, ist die Frage: Kann ich daran wachsen oder kann ich gehen?
Kannst du all deine Lebensbereiche zu deiner Zufriedenheit ausleben, oder liegt der Fokus gerade auf der Entwicklung eines spezifischen?

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